Schmeichelhafte Führung für die Gastgeber
Die Gäste starteten auch besser in die Partie. Bereits nach 2 Minuten ergab sich für Ortner eine dicke Möglichkeit, sein Abschluss wurde aber gerade noch vor der Linie geblockt. Adler hatte dann die nächste dicke Möglichkeit für den Gast, doch sein Versuch ging knapp über das Feuchter Gehäuse (11.). Wie so oft im Fußball gab es dann die Bestrafung. Nach einem groben Schnitzer von Alex Roth war der kurz zuvor eingewechselte Tchagouni durch und netzte mit dem ersten Ballkontakt eiskalt ein. Der TSC schüttelte sich kurz und bestrafte nach einem schnell ausgeführten Freistoß die schläfrige Feuchter Defensive prompt. Ortner bekam den Ball in die Tiefe geschickt und umkurvte diesmal Iosifidis und schob eiskalt zum hochverdienten Ausgleich ein (25.). Die Mannschaft von Dieter Kreiselmeyer blieb auch im Anschluss an den Ausgleich die bessere Mannschaft, erneut war es Ortner, der die nächste dicke Möglichkeit liegen ließ (30.). So kam es, wie es kommen musste: Eine Standardsituation brachte erneut die Zeidler in Führung. Der Eckball wurde verlängert und Tchagouni hatte aus 5 Metern das Geschenk angenommen. Erneut die Führung, erneut etwas aus dem Nichts und schmeichelhaft. Doch damit nicht genug, in der 37. Minute zeigte Schiedsrichter Kellner dann auf den Punkt. Sein Gespann und er hatten bei einem langen Ball ein Handspiel gesehen, der Pfiff erfolgte umgehend zur großen Verwunderung aller. Simon Lang war das egal, er versenkte den fälligen Elfmeter sicher im linken Eck. Mit dieser äußerst schmeichelhaften 2-Tore-Führung ging es dann auch in die Katakomben.
Effiziente Feuchter holen den Dreier
Direkt nach Wiederanpfiff roch es dann nach Vorentscheidung. Mit dem ersten Angriff wurde es direkt wieder gefährlich. 4 Schüsse brauchte es am Ende, um den Ball über die Linie zu drücken. 3 mal parierte Neuendettelsaus Keeper Weißmann, am Ende brachte dann aber Philipp Nutz den Ball doch am Keeper vorbei und sorgte für das 4:1 (49.). Lang hätte dann beinahe für die endgültige Entscheidung gesorgt, doch Weißmann parierte stark (51). Wer hier dachte, der Drops sei gelutscht, wurde eines Besseren belehrt. Melih May verkürzte in der 53. Minute auf 2:4 aus Sicht der Gäste. Auch wenn der TSC weiter versuchte, wieder ranzukommen, blieb es nur bei Bemühungen. Die beste Möglichkeit zum Anschlusstreffer hatte erneut Moritz Ortner, doch seinen Ball lenkte Iosifidis mit einer klasse Parade über die Querlatte (63.). Durch viele Wechsel auf beiden Seiten litt der Spielfluss nun zunehmend und auch Schiedsrichter Kellner rutschte mit jedem Pfiff etwas mehr ins Visier der beiden Teams. Kurios zu sehen war, dass Dieter Kreiselmeyer bereits 3 Minuten vor Abpfiff der Partie die Coaching-Zone verließ, um dem Feuchter Trainergespann zum Sieg zu gratulieren. Quasi mit dem Abpfiff holte sich Filipe Adler nach einem rüden Foulspiel noch die gelb-rote Karte ab und fehlt dem TSC somit beim nächsten Auswärtsspiel beim SV Buckenhofen. Ein 4:2 für den 1. SC Feucht, das man durchaus als schmeichelhaft bezeichnen kann. Die Effizienz siegt am Ende und morgen fragt bekanntlich keiner mehr, wie dieses Ergebnis zustande kam.
Für den 1. SC Feucht bedeutet dieser Heimsieg nun die Zähler 22–24 und den Sprung ins obere Mittelfeld. Kommenden Samstag wartet dann zum Abschluss der Hinrunde ein Auswärtsspiel beim FSV Erlangen-Bruck.
Bericht: M. Schmid










